Herzlich Willkommen mein Hühnchen!

Ein Stadtkind auf dem Land 🙂 Das bringt so einige Herausforderungen mit sich. Da könnt ihr auch meinen Mann fragen!
Nun sind es schon über 10 Jahre, dass es mich in unser zauberhaftes Örtchen verschlagen hat und naja, was soll ich sagen? Vom Stadtmädel is nimma so vui über…

Ein Jahr ist es nun auf den Tag genau her, dass ich sagte:

Schatz, wie wäre es, wenn wir uns Hühner zulegen? Äääähm, ernsthaft? War seine kurze, aber dennoch geschockte Reaktion.

Aber ja, ich meinte das ernst.
Noch vor 2 Jahren hätte ich das niemals gesagt!
Never, da ich wirklich total Schiss hatte vorm Gockel. Da es da einen Vorfall in meinem Kindesalter gab, der mir echt das fürchten gelernt hat 😉

Zum Hochzeitstag letztes Jahr war es dann soweit! Wir saßen uns ziemlich schnell entschlossen, nach dem Frühstück und einem kurzen Telefonat ins Auto und führen 2 Stunden zu einem Züchter, der die damals von mir gewünschte Rasse Zwerg-Wyandotten hatte. Da die meisten Hühner bereits im März aus der Zucht ins neue Zuhause ziehen, war es im Mai ein absoluter Glücksfall noch einen Stamm zu bekommen.

Nach totaler Begeisterung, wieviele verschiedene Hühnerrassen es gibt, waren es genau diese, an die ich mein Herz schnell verloren hatte.
Und vor Ort schaffte es sogar einer der Hähne, mein Herz im Sturm zu erobern.

Jetzt  fragt ihr euch sicher, wieso seid ihr so weit gefahren um Hühner zu kaufen?

Es gibt doch überall Geflügelhöfe, die nicht weit weg sind.
Ja, das stimmt. Das hätt mir bestimmt einiges an Zeit und Geld gespart.
Und die haben doch auch Rasse- Hühner… NEIN! Leider ist das nicht so, denn dies sind alles Rasse-Hybriden!

Wieso ich mich für reinrassige Tiere und keine Rassehybriden entschieden habe,

war für mich kein großer Akt zum überlegen. Hybriden wurden speziell auf die starke Legeleistung gezüchtet. Für mich leider nicht das typische „Hühnerleben“.
Vermutlich liegt es auch daran, dass ich kein typische Nutztierhalter bin, aber auch kein Haustierhalter… Also irgendwas mittendrin. Und das wichtigste für mich ist immer das Wohl der Tiere. Ich strebe es auch nicht an, ein Tier nach seiner Nutzungsdauer (Zeit in der Tiere die Hauptlegeleistung erbringen) zu erlösen. Sondern gerne darf ein Huhn mich über seine Lebensdauer, soweit es gesundheitlich möglich ist, begleiten.

Außerdem finde ich es sehr wichtig, die Hobby- oder auch Profizüchter reinrassiger Tiere zu unterstützen. Und durch den Kauf den Erhalt der Rassen zu erhalten. Besonders gilt dies für alte, oder vom Aussterben bedrohte Arten. Meine Wunschrasse ist nicht vom Aussterben bedroht, im Gegenteil ist diese sehr begehrt.

Eingezogen sind dann bei mir: Rüdiger, Hanni, Nanni und Hilde. Meine zuckersüßen Plüschpopos!



Sich Hühner ins Haus zu holen ist wirklich nicht schwer.

ABER

meines Erachtens nach, ist es ein großes Stück Verantwortung sich Tiere zu halten.
Und ganz klar, entscheidet sich welche Hühner, wieviele und VORALLEM wieviel Platz und Aufwand man erübrigen kann, den Hühnerkauf und nicht ein spontanes, ich möchte täglich mein Frühstücksei!
Zu den Gegebenheiten, die ein Huhn braucht und möchte in der Gegenüberstellung, was der Hühnerhalter erwartet und bekommt, darüber schreibe ich euch demnächst einen neuen Beitrag.

Wie in den Social- Medias bereits angekündigt, werde ich den BLOG dieses Jahr wieder aus seinem Dornröschenschlaf wecken und habe sogar schon ganz fleißig einen Blogplanner erstellt! Ihr könnt gespannt sein, jeden Monat gehts hier ab sofort querfeldein vom Landleben und dem Halten von Hühnern, von leckeren Rezepten, da ich dieses Jahr vor habe, mich auf die Suche sehr alter Kochrezepte zu begeben und natürlich kommt auch das Thema Nähen mit dazu!

Ich freu mich, bis bald, eure Lisa